IG Metall Celle-Lüneburg
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24.06.2019, 11:06 Uhr

Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Arbeitszeitmauer einreißen! Jugend-Aktion zur Tarifverhandlung der Metall- und Elektroindustrie

  • 06.12.2017
  • Aktuelles, Bildergalerie

Hannover – Der zweite Verhandlungstermin wurde begleitet von einer Kundgebung und der Tarifaktion der IG Metall Jugend.

Jugend-Aktion zur Tarifverhandlung der Metall- und Elektroindustrie

Hannover – Der zweite Verhandlungstermin wurde begleitet von einer Kundgebung und der Tarifaktion der IG Metall Jugend. Vor dem Verhandlungshotel verliehen die Beschäftigten ihren berechtigten Forderungen nach sechs Prozent mehr Lohn und kurzer Vollzeit Ausdruck, die von den Arbeitgebern nach wie vor vehement abgelehnt werden. Die IG Metall Jugend reagierte auf die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber mit einer Aktion, bei der die sinnbildliche Arbeitszeitmauer eingerissen wurde. Insbesondere für junge Beschäftigte ist es wichtig ihre Arbeitszeit ihrer Lebenssituation anpassen zu können. Hinter der Mauer standen die versinnbildlichten Gründe, die eine Arbeitszeitreduktion notwendig machen:

  • Kinder betreuen
  • Angehörige pflegen
  • Schichtarbeit & besonders belastendenden Arbeitszeiten 

Wichtig ist für sie auch für die Abschlussprüfung und zur Vorbereitung Tageweise freigestellt zu werden, was als zusätzlicher Punkt gefordert wird.
Thorsten Gröger, Verhandlungsführer für die Metall- und Elektroindustrie Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, kritisiert das Verhalten der Arbeitgeber und kündigt Warnstreiks an: „Das sogenannte Angebot der Arbeitgeber ist eine Mogelpackung. Unser Forderungspaket wurde zurückgewiesen. Mehr Geld soll es nur geben, wenn wir die Bedingungen der Arbeitgeber erfüllen. Das ist unverschämt. Zudem ist das Niveau angesichts der glänzenden wirtschaftlichen Situation inakzeptabel mickrig. Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie sind Flexibilitätsweltmeister. Familie und Gesundheit bleiben dabei häufig auf der Strecke. Die Arbeitgeber verweigern sich ihrer Verantwortung und verweisen auf den Sozialstaat. Wer die Bedürfnisse der Beschäftigten nicht zur Kenntnis nimmt und auf unsere Argumente nicht hören will, der wird die Empörung aus den Betrieben zu spüren bekommen. Ab Januar 2018 werden wir zu Warnstreiks aufrufen.“
Mit Blick auf die sinkenden Ausbildungszahlen der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie fasste Verhandlungsführer Thorsten Gröger passend zusammen: „Wer Fachkräfte will, muss ihnen auch attraktive Arbeitszeiten anbieten, die zum Leben passen.“


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