IG Metall Celle-Lüneburg
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01.04.2020, 15:04 Uhr

Tarifbewegung 2020

Metallindustrie: Vorgezogene Verhandlung in konstruktiver Atmosphäre

  • 25.02.2020
  • Aktuelles

Am Montag, den 24.02., haben vorgezogene Verhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Tarifgebiet Niedersachsen stattgefunden. In diesen vorgezogenen Verhandlungen, die in der Friedenspflicht begonnen haben, geht es um Entgeltsicherung und Kaufkraftsteigerung, Beschäftigungssicherung und Zukunft im Strukturwandel. Es gab noch keine entscheidende Annäherung.

Die Verhandlungsziele der IG Metall umfassen:

  • Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen zur Stärkung der Realeinkommen und Kaufkraft.
  • Einlassungspflicht der Arbeitgeber für betriebliche Zukunftstarifverträge über Investitionen, Qualifizierung, Standort- und Beschäftigungssicherung auf Verlangen der IG Metall.
  • Bei Unterauslastung soll ein Werkzeugkasten verbindlicher Instrumente zum Einsatz gelangen, die nicht einseitig zulasten der Beschäftigten gehen, beispielsweise über eine Reduzierung des Arbeitsvolumens ohne Entgeltabsenkung.
  • Alle Beschäftigten sollen Anspruch erhalten auf eine geförderte, berufliche Qualifizierung im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes.
  • Quoten für Altersteilzeit und andere Modelle des fließenden Übergangs sollen entsprechend der demografischen Entwicklung ausgebaut werden.
  • Nachhaltigkeitsbonus für Mitglieder der IG Metall soll vereinbart und zweckgebunden verwendet werden (z. B. für den ÖPNV).
  • tarifvertragliche Regelungen der Arbeitsbedingungen für dual Studierende.

Bezirksleiter und Verhandlungsführer Thorsten Gröger fasst das Ergebnis der heutigen, vorgezogenen Verhandlungen zusammen: „Die erste Runde der vorgezogenen Verhandlungen hat heute in konstruktiver Atmosphäre stattgefunden. Die Arbeitgeber haben zugesichert, auf ihre Mitgliedsfirmen einzuwirken, während der Verhandlungen auf Ankündigung von Standortverlagerungen und betrieblichen Kündigungen zu verzichten. Wir nehmen diese Zusicherung der Arbeitgeber positiv zur Kenntnis, das ist die Grundlage für den heutigen Start der Verhandlungen. Wichtig ist, dass das Moratorium jetzt auch hält. Was die einzelnen Punkte unserer Verhandlungsziele angeht, konnte jedoch noch keine entscheidende Annäherung erreicht werden. Da liegt noch ein gehöriges Stück Arbeit vor uns.“

Im Vorhinein zum Gespräch vom 24.02. hatte die Tarifkommission bereits eine eigene Positionierung, eine Resolution, zu den vorgezogenen Verhandlungen verfasst. 

Die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie laufen Ende März aus. Die Friedenspflicht endet am 28. April.


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