IG Metall Celle-Lüneburg
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23.09.2019, 08:09 Uhr

Festival 10.08.19 in Uelzen

Aufstehen gegen Rassismus!

  • 10.08.2019
  • Aktuelles

Hass und Hetze gegen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Religion hat in Deutschland derzeit leider Hochkultur. Rechtspopulist*innen schüren diesen Hass noch weiter, schwingen offen Naziparolen und fischen damit am rechten Rand unserer Gesellschaft.

Die Lüneburger Heide ist eine Hochburg der rechten Szene in Norddeutschland. Zum einen leben bei uns die sogenannten „völkischen Siedler*innen“, welche ein völkisch verklärtes Weltbild vertreten, nach aus der Zeit des Nationalsozialismus bekannten Traditionen leben und das gesellschaftliche Zusammenleben in unserer strukturschwachen Region zu unterwandern versuchen. Zum anderen hat die Identitäre Bewegung, welche in der letzten Zeit öfters durch volksverhetzende Aktionen und Verbindungen ins rechtsextreme Lager aufgefallen ist, hier ihre „Zentrale“ in Norddeutschland.

Gemeinsam möchten wir dem etwas entgegenstellen. Deswegen organisierten wir in 2019 zum nun bereits vierten Mal das Aufstehen gegen Rassismus Festival in Uelzen um Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein positives, lautes und buntes Zeichen entgegen zu setzen. Das Festival wird vom Uelzen bleibt bunt e.V. getragen, ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Einzelpersonen, Jugendorganisationen, Gewerkschaften, Parteien und der Kirche, an dem wir uns gemeinsam mit der Initiative Respekt! beteiligen.

Das Aufstehen gegen Rassismus Festival in Uelzen 2019 fand am 10.08. auf dem Albrecht-Thaer-Gelände statt. Erstmals haben wir Workshops angeboten, zu geschlechtlicher Vielfalt Leben, Argumentation gegen Rechts und Sprayen, als kreative Form Protest darzustellen. Es gab Infostände vieler Gruppen und Organisationen von „Fridays for Future“ bis „Beherzt“. Kern das Festivals waren Musikbeiträge von „Kobito“, „Pöbel MC“ und „TTCIK“. Mit etwa 700 Besuchern war das Festival noch besser besucht als in den letzten Jahren.

 


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