IG Metall Celle-Lüneburg
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01.04.2020, 16:04 Uhr

Tarifrunde textile Dienste

Tarifabschluss für Textile Dienste: 37-Stunden-Woche in Ost und West!

  • 03.03.2020
  • Aktuelles

Durchbruch bei den Tarifverhandlungen für die Textilen Dienste: Die Beschäftigten erhalten mehr Geld, ihre Arbeitszeit sinkt stufenweise und es gibt eine verbesserte Altersteilzeitregelung. Auf dieses Tarifergebnis haben sich IG Metall und Arbeitgeber verständigt.

Kürzere Arbeitszeiten für die Beschäftigten in den Textilen Diensten
Die IG Metall und der Arbeitgeberverband intex haben bei der dritten Tarifverhandlung ein Ergebnis erzielt und dabei eine stufenweise Reduzierung der Arbeitszeit vereinbart. Bis zum 31.12.2021 arbeiten die Beschäftigten 38 Stunden in der Woche, im Jahr 2022 geht es runter auf 37,5 Stunden und ab 2023 dann auf 37 Stunden - im Osten wie im Westen. „Im 30ten Jahr der Deutschen Einheit reduziert sich die Arbeitszeit für die Kolleginnen und Kollegen im Osten endlich auf die im Westen tariflich üblichen 37 Stunden pro Woche. Ein historischer Schritt zur Angleichung der Arbeitsbedingungen im Osten an die im Westen ist damit geschafft", erklärt Markus Wente, Tarifsekretär der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Mehr Geld in zwei Stufen
Zudem erhalten die Beschäftigten ab März diesen Jahres 2,5 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 60 Euro im Osten und 50 Euro im Westen. Ab August 2021 gibt es dann weitere zwei Prozent mehr, wiederum aber mindestens 60 Euro im Osten und 50 Euro im Westen. „Das stärkt vor allem die unteren Entgeltgruppen überproportional", betont Wente.
„Alle Kolleginnen und Kollegen bekommen in zwei Stufen mindestens 100 Euro mehr. Über die gesamte Laufzeit ist das in der Lohngruppe II im Westen ein Plus von 5,2 Prozent und im Osten in der Lohngruppe II sogar ein Plus von 6,5 Prozent", sagt die Verhandlungsführerin der IG Metall, Miriam Bürger. „Die Mindestbeträge führen auch zu einer Angleichung der Entgelte im Osten an die im Westen."
Die Laufzeit endet am 31.5.2022.

Verbesserte Altersteilzeitregelung
Die IG Metall hat sich mit dem Arbeitgeberverband intex außerdem darauf verständigt, dass der „Tarifvertrag zur Förderung der Alterszeit (ATZ)" fortgeführt wird. Auch die Konditionen verbessern sich: Der Aufzahlungsbetrag erhöht sich ab März 2020 für neu abgeschlossene Verträge um 25 Euro.
Die Jahressonderzahlungen im Osten steigen jeweils um 60 Euro im Jahr 2020 und im Jahr 2021. Die Auszubildenden in den Textilen Diensten profitieren ebenfalls - die Vergütungen erhöhen sich und es kommt zu einer Angleichung zwischen Ost und West.

Druck der Beschäftigten wirkt
„Der Druck der Beschäftigten hat sich absolut ausgezahlt", sagt Wente. Aktionen gab es zuvor unter anderem bei Bardusch in Soltau und Siedenburg, Mewa in Hameln, CWS-Boco in Brehna und bei der ALSCO Berufsbekleidung in Merseburg. In den tarifgebunden Betrieben der Textilen Dienstleistungen arbeiten bundesweit rund 23.000 Beschäftigte. Sie reinigen beispielsweise Berufsbekleidung für die Industrie und Wäsche für Krankenhäuser und Hotels.

Weitere Fotos sind auf unserer Homepage zu finden: https://www.igmetall-nieder-sachsen-anhalt.de/index.php?id=25&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1472&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d84412db9b216e7f9b7f83b89fb35a1e


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